Welche Rosen blühen jetzt?

Dies ist ein Tagebuch mit Bildern von meinen Rosen im Gärtchen.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Gallica-Rosen

Ich liebe historische Rosen und hierzu gehören auch die blühfreudigen Gallica-Rosen.




Tuscany, Hippolyte und Le Rosier Eveque zeigen jetzt, wie schön sie blühen können. Vergessen ist die Zeit von AnfangMai bis Mitte Juni, als Starkregenfälle ihnen gewaltig zusetzten.

Gegen den Befall von Mehltau habe ich ein Spritzmittel eingesetzt und toi, toi, toi ... es ist bisher kein neuer Befall mehr aufgetreten.

Alle Blütenmumien und alles kranke Laub habe ich penibel ausgeknipst und Ranken, die am Boden lagen, hoch gebunden oder abgeschnitten.

Dank trockener Tage und Sonnenschein sind die restlichen Knospen zu hübschen Blüten aufgegangen. Eine Duftwolke liegt über dem Garten. Schade, dass die Gallica-Rosen nur einmal im Jahr blühen. Dafür mit einer Blütenpracht, über die ich in jedem Jahr erneut staune.





Rosa gallica 'Tuscany'

... wird auch als Samtrose bezeichnet. Sie hat süß duftende, mittelgroße Blüten. Die ungefüllten Blüten sind von leicht gekrausten, samtigen, dunkelvioletten Blütenblättern umgeben. Die Blütezeit zieht sich über mindestens fünf Wochen hin. Hummeln, Bienen und andere Insekten lieben diese Blüten; sie werden ständig angeflogen.

Schon seit dem Mittelalter wird die Samtrose in den Gärten kultiviert. Der Strauch verträgt Halbschatten ohne dass seine Blühvitalität darunter leidet. Weiterhin ist eine gute Winterhärte und eine gute Blattgesundheit vorhanden. 






Rosa gallica 'Hippolyte'

... ist eine kräftig wachsende, Ausläufer bildende, reichlich blühende Rose mit kleinen, gefüllten, stark duftenden Blüten. Ihre Blütezeit ist ähnlich der Tuscany und weil beide Sträucher bei mir nebeneinander wachsen, bilden sie im Juni eine kleine blühende Mauer vor dem Zaun. Sie wird auch als Essigrose bezeichnet.

Auch Hippolyte ist sehr winterhart. Der Strauch wird ungefähr 150 cm hoch. 







Rosa gallica 'Le rosier Eveque'.

Diese Rosenzüchtung aus dem 18. Jahrhundert passt auch perfekt in einen Naturgarten. Die dunklen, gefüllten Blüten verströmen einen starken Duft.

Le rosier wurde im vergangenen Sommer ins Staudenbeet gepflanzt und ist gut angewachsen. Mit Hilfe eines Staudenhalters bringe ich sie in eine kompakte Form. Sie hat an den letztjährigen Trieben in diesem Jahr Blüten gebildet und es kommen viele neue Triebe hinzu. Diese werden dann im nächsten Jahr blühen.

Ihre Endhöhe soll der Beschreibung des Züchters nach bei ungefähr 150 cm liegen. Sie sieht am schönsten in Einzelstellung aus.






Fortsetzung folgt ...

Mittwoch, 29. Juni 2016

Kletterrose Amadeus

Diese Kletterrose mit den blutroten, duftenden Blüten wächst gleich zweimal in meinem Garten.




Schon seit Jahren hatte ich den Wunsch, eine üppig blühende, rote Kletterrose im Garten zu besitzen. Meine ersten Versuche mit anderen Kletterrosen sind misslungen. Vor sechs Jahren zog Amadeus (Kordes, 2003) in zweifacher Ausfertigung in meinen Garten ein. Ich wollte sicher sein, dass eine Rose gut anwächst.

Dann sind beide angewachsen und ihre Ranken haben in diesem Jahr das Dach unseres Carports sowie die Holzpergola erklommen. Den schönsten Anblick bieten die leuchtend roten Blüten von oben vom Balkon aus.



Im vergangenen Sommer habe ich von diesen Blüten ein Rosenblütengelee zubereitet. Im Vorratsraum stehen noch etliche Gläser davon, so dass ich in diesem Jahr kein neues Gelee kochen werde.

Die Rose Amadeus wurde nach dem bekannten österreichischen Komponisten Mozart benannt. Eine gelungene Komposition, wie ich finde.









Die halb gefüllten Blüten stehen in Dolden zusammen. Ihr Duft erinnert mich an Wildrosen. Und auch die Stacheln sind rot.  Das Rot der Blüten behält seine Intensität und sie verblassen bei Sonnenschein nicht. Außerdem sind sie absolut regenfest. Die Blüten dieser Rose haben als einzige Rosensorte in meinem Garten die Starkregenschauer unbeschadet überstanden.



Fortsetzung folgt ...

Dienstag, 28. Juni 2016

Edelrose Aquarell


Die großblumige, nostalgische Edelrose Aquarell (Tantau, 2006) hat mich in diesem Jahr echt überrascht. So viele schön gemusterte Blüten hatte sie bisher noch nie.

Anfangs Juni erscheinen die ersten Blüten und haben sich in diesem Jahr von den Starkregenfällen nicht sonderlich beeindrucken lassen. Diese Rose wächst unter den Ranken des Hausweines und ist somit von oben ein bisschen vor Regen geschützt.






Ihre gefüllten Blüten verströmen einen süßen, fruchtigen Duft, der erstaunlich kräftig ist. Leider bereitet das Laub ein bisschen Probleme. Es wird über Sommer leicht von Blattkrankheiten befallen. Ich entferne ständig alle kranken Blätter und verblühte Reste, so dass Aquarell immer wieder neue Blüten bildet.

Jede Blüte hat ein anderes Muster und keines wiederholt sich.






Fortsetzung folgt ...

Montag, 27. Juni 2016

Kletterrose Giardina

Giardina  (Tantau, 2008), eine Kletterrose mit nostalgischen, großen Blüten und einem fruchtigsüßen Duft, der ein bisschen Zitronenaroma dabei hat, blüht ab Anfang Juni als erste Rose in meinem Garten.



Die Blüten der Giardina sind relativ regenfest. Obwohl die großen, gefüllten Blüten viel Wasser aufnehmen, ertragen sie normale Regenfälle ohne Probleme. Sie hängen dann lediglich weiter nach unten.
Allerdings haben die Starkregenfälle der vergangenen Wochen auch hier viele Blüten vorzeitig faulen lassen. Ich habe sie gründlich ausgeputzt und nachdem der Regen aufgehört hat, sind die Blüten jetzt einwandfrei.





Giardina hat dunkelgrünes Laub, das kaum unter Blattkrankheiten leidet. Mir gefällt der Kontrast zwischen dem dunklen Laub und den hellen rosafarbenen Blüten sehr.

Die Triebe können laut Beschreibung der Züchter bis zu 300 cm lang werden. Meine Giardina brauchte drei Jahre, bis sie das Rankgitter oben erreichte. Dann bog ich ihre Triebe seitlich ab und befestigte sie am Gitter. So erreichte sie diese Wuchsform, bei der sich die Blüten gleichmäßig verteilen.




Ein bisschen Regen bereitet den Blüten keine Probleme. Mit den Wassertropfen benetzt, sind sie trotzdem ein netter Anblick.





Schon die Knospen haben eine hübsche Form.



Die Blütezeit dauert mindestens vier Wochen und im Verblühen zeigt Giardina noch einmal ihre ganze Pracht.



Fortsetzung folgt ...

Sonntag, 26. Juni 2016

Sommerzeit ist Rosenzeit


Mai 2016

Eine neue Rose ist in den Garten eingezogen: Die Damaszener - Moosrose 'Blanche Moreau' (Moreau-Robert 1880).

Gekauft direkt beim Züchter als Topfrose. Sie hat schon erste Blütenknospen.

Ausgesucht habe ich diese Rose, weil sie als anspruchslos mit weißen gefüllten Blüten, süßem Duft, sehr winterhart und Toleranz für Halbschatten beschrieben wurde.





Anfang Juni 2016

Erste Rosen blühen auf. Trotz der vielen Regenfälle kann ich die Blüten durchaus genießen.









Mitte Juni 2016

Die vielen Regenfälle sind ein Desaster für meine Rosen: Verfaulte Knospen und Blütenblätter, Laub voller Mehltau bei den Gallica-Rosen, abgeknickte Knospen an allen Rosensträuchern und Pilzbefall auf dem Laub wegen der Nässe.

Sämtliche Triebe der Kletterrose Souvenir du Dr. Jamain musste ich bis auf ca. 50 cm am Boden zurückschneiden. Die Rose treibt wieder neu aus, aber ob sie in diesem Jahr noch einmal blüht, weiß ich nicht.

Fortsetzung folgt ...